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Claude Code 2.1.238: Speicherlecks gestopft, Remote Control gehärtet

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Ein breiter Release ohne großes Schaufenster-Feature. Dafür verschwindet ein Speicherleck in langen Sessions, Remote Control hält Netz-Wackler besser aus, und bei Plugins gibt es strengere Regeln.

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Nach dem kleinen 2.1.237 vom Vortag kommt mit 2.1.238 wieder ein dicker Brocken. Kein glänzendes neues Feature, das man auf ein Plakat drucken würde — stattdessen viele Reparaturen an Stellen, die im Alltag wehtun. Genau die Art Release, die man erst schätzt, wenn ein alter Ärger plötzlich weg ist.

Der Speicher läuft nicht mehr voll

Das für mich wichtigste Detail: In langen interaktiven Sessions wuchs der Speicher bisher unkontrolliert. Der Grund waren Subagent-Ergebnisse, die auch dann noch im Speicher hingen, wenn sie längst aus dem sichtbaren Fenster gescrollt waren. Ab jetzt werden sie freigegeben, sobald sie den Anzeigebereich verlassen. Wer Claude Code stundenlang offen lässt, kennt das schleichende Zäher-Werden — das sollte damit erledigt sein.

Dazu ein Bündel an Terminal-Fixes: gehaltene Backspace-Taste auf langsamen SSH-Verbindungen, hängende bracketed-paste-Zustände nach Ctrl+Z, geklippte Zeilen mit Emojis oder Tabs in den Berechtigungs-Diffs. Kleinkram einzeln, in Summe spürbar.

Remote Control verzeiht mehr

Remote Control war schon länger dabei, aber unter schlechtem Netz zickig. Kurze 403-Abweisungen von einem Proxy oder VPN werden jetzt bis zu drei Minuten toleriert, statt die Verbindung sofort zu kappen. Sitzungen, deren Prozess abgestürzt ist, lassen sich wiederverwenden, statt bis zum Neustart tot zu bleiben. Und Modellwechsel, die du am Handy machst, kommen jetzt auch im Terminal an.

Strengere Zügel bei Plugins und MCP

Sicherheit ist der dritte rote Faden. Plugin-Marktplätze können über einen headersHelper kurzlebige Tokens für Downloads erzeugen — der läuft aber nur bei Installation oder Update, und du bestätigst das mit [y/N]. MCP-headersHelper aus einem Projekt braucht künftig den akzeptierten Trust-Dialog des Ordners und läuft ohne geerbte Zugangs-Variablen. Anthropic zieht die Schrauben an den Stellen an, wo Fremdcode ins Spiel kommt.

Praktisch nebenbei: bare claude startet auf dem Mac schneller, und der Auto-Update-Check drängelt sich nicht mehr in den Start, sondern läuft erst rund zehn Sekunden später.

Meine Einordnung

Solche Releases mag ich fast lieber als die mit dem großen Feuerwerk. Ein Speicherleck in langen Sessions ist nichts, worüber man twittert — aber es ist genau das, was einem den Tag vermiest, wenn man wirklich mit dem Tool arbeitet. Dass das jetzt behoben ist, merkt man nicht sofort. Man merkt nur, dass etwas nicht mehr nervt.

Die Plugin- und MCP-Verschärfungen passen ins Bild der letzten Wochen. Je mehr Fremdcode über Marktplätze und Connectors reinkommt, desto wichtiger wird, dass nichts unbemerkt Tokens abgreift. Unspektakulär, aber richtig.


Quellen: