Achtzehn Änderungen in einer Version, und die wichtigste davon ist keine Funktion, sondern ein geschlossenes Loch. Claude Code 2.1.228 ist da, und diesmal geht es um Skills – genauer: um die, die aus deinem claude.ai-Konto synchronisiert werden.
Das Problem mit den Skills
Bisher konnte ein von claude.ai gezogener Skill einen lokalen Befehl überschatten. Tippst du etwas ins Terminal, und ein synchronisierter Skill trägt denselben Namen? Dann lief unter Umständen der Skill, nicht dein lokaler Befehl. Schlimmer noch: Diese Skills konnten Shell-Code ausführen. Das ist keine theoretische Spielerei, sondern eine echte Angriffsfläche – ein Skill, der still übernimmt, was du eigentlich selbst ausführen wolltest.
2.1.228 dreht das um. Lokale Befehle haben jetzt Vorrang, synchronisierte Skills überschatten sie nicht mehr. Die Shell-Ausführung aus solchen Skills ist blockiert, und die Metadaten werden vor dem Laden bereinigt. Kurz: Was von außen kommt, darf nicht mehr heimlich das Steuer übernehmen.
Grep ist jetzt ripgrep
Der zweite Punkt betrifft alle, die Claude Code über größere Projekte laufen lassen. Das Grep-Tool nutzt jetzt fest ripgrep und ist ausschließlich für Suchaufgaben zuständig. In der Praxis heißt das: schnellere, konsistentere Suchen quer durchs Projekt. Wer schon mal darauf gewartet hat, dass eine Suche durch einen fetten Monorepo-Baum kriecht, weiß, warum das mehr ist als Kosmetik.
Dazu zwei Fixes, die im Alltag Nerven sparen. Interaktive Sessions konnten nach einem seltenen internen Layout-Fehler komplett aufhören, sich neu zu zeichnen – der Prozess lief weiter, nur der Bildschirm fror ein. Behoben. Und unter Windows wurde Git beziehungsweise Git Bash nicht gefunden, wenn Claude Code aus einem übergeordneten Ordner gestartet wurde. Auch das ist erledigt.
Meine Einordnung
Skills sind eines der stärksten Konzepte in Claude Code – wiederverwendbare Fähigkeiten, die Claude bei Bedarf lädt. Genau das macht sie aber auch zum lohnenden Ziel. Wenn etwas aus der Cloud kommt und lokal Code ausführen darf, muss die Grenze klar sein. Dass Anthropic hier nachschärft, bevor ein echter Vorfall passiert, ist die richtige Reihenfolge.
Und ripgrep als feste Grundlage? War überfällig. Anthropic zieht die Versionen weiter im Tagestakt raus. Wer produktiv arbeitet, sollte updaten – hier vor allem wegen der Skill-Härtung.
Quellen: