Wenige Stunden nach dem Sonnet-5-Launch hat Anthropic Claude Code 2.1.197 nachgeschoben. Das wichtigste: Sonnet 5 ist jetzt das Default-Modell. Wer Claude Code startet, arbeitet ab sofort automatisch mit dem neuen Modell — inklusive nativem 1-Million-Token-Kontextfenster.
Was ist neu?
Sonnet 5 als Standard: Du bekommst Sonnet 5 mit dem Einführungspreis von 2/10 Dollar pro Million Tokens (bis 31. August). Danach gelten die regulären 3/15 Dollar. Das Modell kommt mit einem nativen 1M-Token-Kontextfenster — keine Tricks, keine Kompression.
Org-Default-Modelle: Admins können jetzt im Org-Console ein Standard-Modell für ihre Organisation setzen. Das erscheint dann als ‘Org default’ oder ‘Role default’ unter /model. Praktisch für Teams, die einheitlich arbeiten wollen.
Lesbare Session-Namen: Sessions bekommen ab sofort lesbare Default-Namen statt kryptischer IDs. Klingt klein, macht aber einen echten Unterschied, wenn du mehrere Sessions parallel laufen hast.
Klickbare Dateianhänge: Du kannst jetzt mit Cmd-Klick (Mac) oder Ctrl-Klick (Windows/Linux) direkt auf Dateianhänge im Chat klicken — die Datei wird dann im Finder bzw. Explorer angezeigt. Spart das manuelle Navigieren.
Sicherheitsfix: claude mcp list/get startet keine .mcp.json-Server mehr aus committeten .claude/settings.json-Dateien. Ein kleines aber wichtiges Detail für die Supply-Chain-Sicherheit.
Meine Einordnung
Kein revolutionäres Update, aber ein solides. Sonnet 5 als Default ist der logische Schritt — das Modell liefert quasi Opus-4.8-Qualität zum Sonnet-Preis. Die Org-Defaults sind ein Feature, auf das Teams lange gewartet haben. Und die lesbaren Session-Namen sind eine dieser kleinen Verbesserungen, bei denen man sich fragt, warum das nicht von Anfang an so war.
Quellen: Claude Code Changelog · Claude Code Docs: Changelog