Kleine Releases, große Erleichterung im Alltag. Claude Code 2.1.186 bringt ein Detail, über das sich vor allem alle freuen, die viel mit MCP-Servern arbeiten — und besonders die, die das remote über SSH tun.
MCP-Auth ohne Menü-Umweg
Bisher lief das Anmelden an einem MCP-Server über das interaktive /mcp-Menü. Mit dem neuen Release geht das direkt über die Kommandozeile:
claude mcp login <name>— meldet dich an einem MCP-Server anclaude mcp logout <name>— meldet dich wieder ab
Das klingt unspektakulär, ist im Workflow aber ein spürbarer Unterschied. Du bleibst im Flow deiner Shell, scriptest die Authentifizierung, wenn du willst, und musst nicht erst die interaktive Oberfläche öffnen.
Der eigentliche Clou steckt im Zusatz --no-browser: Damit lässt sich der Login-Flow per Stdin-Redirect auch dann abschließen, wenn kein Browser zur Hand ist — etwa auf einer entfernten Maschine, in die du dich per SSH eingewählt hast. Genau dort war die MCP-Anmeldung bisher umständlich. Dazu gibt es eine Statusfilterung (Taste f) in der Agenten-Detailansicht von /workflows, mit der du lange Listen schneller auf das eindampfst, was dich interessiert.
2.1.187: Aufräumen nach abgebrochenen Agenten
Direkt hinterher kam 2.1.187 mit einem Fix, den vermutlich nicht jeder bemerkt — aber jeder zu schätzen weiß, der schon mal in einem kaputten Git-Worktree feststeckte. Wenn ein Agent abgebrochen oder gekillt wurde, blieben unter .git/worktrees/ gesperrte Registrierungen zurück. Diese verwaisten Einträge werden jetzt automatisch aufgeräumt. Weniger mysteriöse Worktree-Leichen, weniger manuelles Saubermachen.
Meine Einordnung
Das sind keine Schlagzeilen-Features — aber genau die Art Update, die das Werkzeug erwachsener macht. Je mehr MCP-Server man anbindet, desto öfter stolpert man über Auth-Reibung, und je mehr parallele Agenten man laufen lässt, desto eher hinterlässt mal einer ein Chaos im Worktree. Dass Anthropic beides angeht, zeigt: Claude Code wird gerade dort poliert, wo Power-User täglich anstoßen. SSH-Login ohne Browser ist so ein Ding, das man erst vermisst, wenn man es einmal hatte — und dann nie wieder hergeben will.
Quellen: Claude Code Release v2.1.186, Claude Code CHANGELOG