Wer heute früh mit Claude arbeiten wollte, ist reihenweise gegen erhöhte Fehlerraten gelaufen. Seit dem Morgen meldet Anthropic Störungen, und sie betreffen nicht nur eine Ecke: claude.ai, die API, Claude Code und Cowork sind dabei, quer durch die Modelle von Opus 4.8 über Opus 5 bis Fable 5 und Mythos 5.
Auf Hacker News war der Ton entsprechend. «Anthropic has constant failure since morning», schrieb ein Nutzer schlicht. Andere fragten, wie ein Dienst eigentlich global gleichzeitig ausfallen kann – laufen wirklich alle Regionen auf derselben Infrastruktur?
Kein Einzelfall
Das Ärgerliche ist nicht der einzelne Ausfall. Ausfälle passieren, jeder große Dienst hat sie. Ärgerlich ist die Häufung. Allein in diesem August gab es spürbare Störungen am 5., 12., 13., 16., 18. und 20. – und jetzt den 24. Das ist keine Pechsträhne mehr, das ist ein Muster.
Woran es liegt, weiß von außen niemand sicher. Die naheliegende Vermutung: Die Nachfrage wächst schneller als die Infrastruktur mithält. Auto-Modus, Subagenten, dauerlaufende Coding-Sessions – all das, wozu Anthropic selbst ermutigt, zieht ordentlich Last. Nur nützt die beste Empfehlung wenig, wenn die Lichter zwischendurch ausgehen.
Meine Einordnung
Ich mag Claude, und ich bleibe dabei. Aber Verlässlichkeit ist kein nettes Extra, sondern die Grundlage, auf der man ein Werkzeug in seinen Arbeitstag einbaut. Wer eine Pipeline auf ein Modell setzt, das alle zwei Wochen wackelt, wird nervös – zu Recht.
Für dich heißt das ganz praktisch: einen Plan B haben. Ein zweites Modell, ein lokaler Fallback, oder einfach die Gelassenheit, kurz etwas anderes zu machen. Und für Anthropic heißt es hoffentlich: erst mal die Basis stabil bekommen, bevor die nächste große Ankündigung kommt.
Quellen: