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Cisco streicht 4.000 Stellen und steckt das Geld in KI

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Cisco baut um: Fast 4.000 Jobs fallen weg, während die KI-Aufträge explodieren. Die Aktie steigt um 17 Prozent — der Markt feiert, was für die Betroffenen bitter ist.

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Cisco meldet Rekordergebnisse bei den KI-Aufträgen — und streicht gleichzeitig fast 4.000 Stellen. Die Nachricht kam am 13. Mai zusammen mit den Quartalszahlen, und der Markt hat sie auf seine eigene Art bewertet: Die Aktie stieg um 17 Prozent.

Was passiert

Weniger als fünf Prozent der Belegschaft sind betroffen, vor allem in den Bereichen klassisches Switching, Routing und Teile der Security-Sparten Talos und Splunk. Die freiwerdenden Mittel sollen in KI-Networking, Chip-Design und Cloud-Sicherheit fließen. Die Umstrukturierung kostet Cisco bis zu eine Milliarde Dollar, verteilt auf das laufende und das nächste Geschäftsjahr.

Die Ironie

Was den Fall besonders macht: CEO Chuck Robbins hatte noch kurz zuvor öffentlich erklärt, Cisco werde keine Stellen wegen KI abbauen. Jetzt ist genau das passiert — wenn auch in einem anderen Framing. Cisco beschreibt es nicht als KI-bedingte Entlassungen, sondern als strategische Neuausrichtung. Die Betroffenen dürfte der Unterschied wenig trösten.

Ein Muster wird sichtbar

Cisco ist nicht allein. In den letzten Wochen haben auch Cloudflare (1.100 Stellen) und andere Tech-Unternehmen Stellen gestrichen und den Umbau Richtung KI als Begründung genannt. Das Muster ist immer dasselbe: Die KI-Umsätze steigen, die Gesamtmitarbeiterzahl sinkt, und die Aktie geht nach oben.

Für die Betroffenen ist das ein schwacher Trost. Die Fähigkeiten, die gestern gefragt waren — klassisches Netzwerk-Engineering, traditionelle Security-Ops — werden weniger wert, während KI-Expertise zur Eintrittskarte wird.

Was das heißt

Die KI-Transformation in Unternehmen ist keine abstrakte Zukunftsvision mehr. Sie passiert jetzt, bei den größten Tech-Firmen der Welt. Und sie hat Gewinner und Verlierer — manchmal im selben Quartalsbericht.


Quellen: