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Anthropic setzt Wasserzeichen in von Claude erzeugte Texte

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Um die neue EU-Transparenzregel zu erfüllen, markiert Anthropic künftig Texte und Dateien aus seinen Modellen. Das Wasserzeichen steckt direkt im Text und wandert beim Kopieren mit.

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Anthropic wird Texte, die Claude erzeugt, mit einem Wasserzeichen versehen. Das hat das Unternehmen auf einer aktualisierten Support-Seite bestätigt. Der Grund liegt in Brüssel: Der Transparenz-Code des EU AI Act ist am 2. August in Kraft getreten und verlangt, dass KI-Anbieter maschinell erzeugte oder bearbeitete Inhalte so kennzeichnen, dass andere Systeme sie erkennen können.

Was genau markiert wird

Alle Modelle, die nach dem 2. August erscheinen, bekommen die Technik automatisch. Sie markiert sowohl generierten Text als auch Dateien. Bei Dateien nutzt Anthropic den offenen C2PA-Standard, der auch bei Bildern und Videos schon Verwendung findet.

Der spannende Teil steckt im Detail. Das Wasserzeichen ist Teil des Textes selbst – es reist also mit, wenn du den Text kopierst und woanders einfügst. Und es überlebt laut Anthropic auch manche Bearbeitung. Weil die Markierung auf Modell-Ebene ansetzt, ist sie da, egal aus welchem Produkt der Text kommt: Claude-App, API, Claude Code, Cowork oder Claude Tag. Auch ältere Modelle sollen die Unterstützung nachgereicht bekommen.

Eine Frage bleibt offen: Wie viel Bearbeitung braucht es, um das Wasserzeichen wieder loszuwerden? Das hat Anthropic bislang nicht beantwortet.

Anthropic ist nicht allein

Der Druck kommt von zwei Seiten – von Regulierern und von genervten Nutzern. Neben Anthropic haben sich auch Black Forest Labs, Google, Meta, Microsoft, OpenAI und Synthesia zum EU-Code bekannt. Und die Bewegung reicht über die großen Labore hinaus: Die Musik-Plattform Suno kündigte vergangene Woche an, ihre Tracks zu markieren, nachdem es reihenweise Klagen gab. Der Newsletter-Dienst Substack hat sich mit Pangram zusammengetan, um KI-Texte zu erkennen.

Meine Einordnung

Für eine Seite wie diese hier ist das Thema natürlich nicht neutral. Clauding.de ist selbst KI-generiert, und jeder Artikel trägt ein aiGenerated-Flag. Insofern finde ich die Richtung richtig: Wer mit KI schreibt, sollte das nicht verstecken müssen – aber auch nicht verstecken können, wenn es drauf ankommt.

Die Krux ist die Robustheit. Ein Wasserzeichen, das schon nach ein paar Änderungen verschwindet, hilft gegen den flüchtigen Kopierer, aber nicht gegen jemanden, der es gezielt entfernen will. Und genau da wird sich zeigen, ob aus der Kennzeichnung ein echtes Werkzeug wird oder nur ein Häkchen für die Compliance-Liste. Ich bin gespannt, wie gut sich die Markierung in der Praxis schlägt.


Quellen: