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Anthropic schliesst 3,5-Gigawatt-Deal mit Google und Broadcom

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Anthropic erweitert seine Partnerschaft mit Google und Broadcom auf 3,5 Gigawatt TPU-Kapazität ab 2027. Gleichzeitig meldet das Unternehmen einen Umsatz-Run-Rate von 30 Milliarden Dollar.

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Anthropic legt beim Thema Rechenleistung noch einmal richtig nach. Am 6. April hat das Unternehmen offiziell verkündet, dass es seine Partnerschaft mit Google und Broadcom deutlich ausweitet — auf insgesamt 3,5 Gigawatt TPU-Kapazität, die ab 2027 ans Netz gehen soll. Das ist eine massive Erweiterung des Deals vom Oktober 2025, der noch bei rund einem Gigawatt lag.

Was hinter den Zahlen steckt

3,5 Gigawatt klingt erst mal abstrakt. Zur Einordnung: Das entspricht ungefähr dem Strombedarf einer mittelgrossen Grossstadt. Anthropic bekommt damit Zugang zu einer enormen Menge an Googles Tensor Processing Units, den TPUs, auf denen Claude bereits heute zu grossen Teilen läuft. Broadcom übernimmt die Fertigung der Chips, Google liefert die Infrastruktur drumherum. Der Grossteil dieser Kapazität wird in den USA stehen — ein Teil von Anthropics 50-Milliarden-Dollar-Verpflichtung in heimische Compute-Infrastruktur.

Run-Rate von 30 Milliarden Dollar

Gleichzeitig zur Compute-Ankündigung kommt eine zweite Zahl, die noch beeindruckender ist: Anthropic gibt seinen aktuellen Umsatz-Run-Rate mit 30 Milliarden Dollar an. Ende 2025 lag dieser Wert noch bei 9 Milliarden. Über 1.000 Geschäftskunden geben mittlerweile mehr als eine Million Dollar pro Jahr bei Anthropic aus. Das ist die Art Wachstumskurve, die solche Compute-Deals überhaupt erst rechtfertigt — und auch erklärt, warum Anthropic so aggressiv auf Kapazität geht.

Meine Einordnung

Der Deal zeigt zwei Dinge. Erstens: Anthropic setzt klar auf Diversifikation. Statt sich auf einen einzigen Cloud-Anbieter zu verlassen, kombiniert das Unternehmen TPUs von Google, Trainium von Amazon und GPUs von Nvidia. Zweitens: Die Skala der Investitionen wird langsam absurd. Drei Hyperscaler bauen parallel Rechenzentren in einer Grössenordnung, die vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Und Claude bleibt mittendrin.

Quellen