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Anthropic knackt 30 Milliarden Dollar ARR — und ueberholt OpenAI

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80-faches Wachstum in einem Quartal: Anthropic ist jetzt das umsatzstaerkste KI-Unternehmen der Welt.

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Es gibt Zahlen, die muss man zweimal lesen. 80-faches Wachstum. In einem Quartal. Nicht auf ein Jahr hochgerechnet — in drei Monaten.

Dario Amodei hat auf der Code with Claude-Konferenz in San Francisco die Bombe platzen lassen: Anthropic liegt jetzt bei einer annualisierten Run Rate von 30 Milliarden Dollar. Das ist mehr als OpenAI — die liegen bei rund 24 Milliarden.

Die Zahlen im Kontext

Die Wachstumskurve ist schwer zu fassen. Januar 2024: 87 Millionen Dollar. Dezember 2024: eine Milliarde. Ende 2025: neun Milliarden. Februar 2026: 14 Milliarden. März: 19 Milliarden. April: 30 Milliarden.

Amodei selbst nannte das Wachstum ‘just crazy’ und ‘too hard to handle’. Anthropic hatte intern mit zehnfachem Wachstum geplant — es wurden 80x.

Enterprise treibt alles

Der Treiber ist klar: Unternehmen. Etwa 40 Prozent der Top-50-Kunden kommen aus der Finanzbranche. Uber und Netflix nutzen Claude Code. JPMorgan-Chef Jamie Dimon stand letzte Woche neben Amodei auf der Bühne, als Anthropic zehn neue Finanz-Agenten vorstellte.

Der Unterschied zu OpenAI: Anthropic hatte nie wirklich eine Consumer-Phase. Das Geschäft wurde von Anfang an über Enterprise-API-Verträge und Cloud-Provider-Deals mit Google Cloud und AWS aufgebaut.

OpenAI wehrt sich

OpenAIs Chief Revenue Officer hat in einem internen Memo argumentiert, Anthropics 30-Milliarden-Zahl sei um rund acht Milliarden überhöht. Der Streitpunkt: Ob Anthropic die Umsätze über AWS und Google Cloud brutto oder netto ausweisen sollte.

Egal wie man rechnet — die Tendenz ist eindeutig. Und sie hat Konsequenzen: Anthropic wird inzwischen mit rund 900 Milliarden Dollar bewertet. Ein Börsengang noch in diesem Jahr ist wahrscheinlich.

Was das bedeutet

Vor einem Jahr war die Frage noch: Kann irgendjemand OpenAI einholen? Heute ist die Antwort: Ja, und zwar schneller als alle gedacht haben. Anthropic gibt dabei viermal weniger für das Training seiner Modelle aus als OpenAI — und macht trotzdem mehr Umsatz.

Das ist keine Fußnote. Das ist ein Paradigmenwechsel.

Quellen: Fortune · VentureBeat · CNBC · SaaStr