Sam Altman hat etwas gesagt, das man von einem KI-CEO selten hört: Ich lag falsch.
Auf einer Konferenz der Commonwealth Bank of Australia in Sydney erklärte der OpenAI-Chef am Montag, dass die KI-getriebene Jobvernichtung, die er selbst vorhergesagt hatte, ausgeblieben ist. Wörtlich sagte er: ‘Ich glaube nicht, dass wir die Art von Job-Apokalypse erleben werden, über die einige Unternehmen in unserer Branche sprechen.‘
Was er früher gesagt hat
Das ist bemerkenswert, weil Altman noch vor wenigen Jahren eine ganz andere Erzählung bedient hat. Er hatte prognostiziert, dass KI den historischen Jobwandel — normalerweise wechseln etwa 50 Prozent aller Jobs über einen Zeitraum von 75 Jahren — in ein deutlich kürzeres Zeitfenster komprimieren würde. Er war sich ‘sicher’, dass Kundenservice-Jobs als erste wegfallen würden.
Jetzt sagt er, seine technologischen Vorhersagen seien ‘ungefähr richtig’ gewesen, aber seine Prognosen zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen ‘ziemlich falsch’. Er habe erwartet, dass mehr Einstiegsjobs im White-Collar-Bereich bereits verschwunden wären — und sei froh, dass das nicht passiert ist.
Warum das wichtig ist
Es gibt immer einen ‘menschlichen Anteil’ der Arbeit, den KI einfach nicht ersetzen kann, so Altman. Das klingt fast schon bescheiden für jemanden, der die mächtigste KI der Welt baut.
Aber man sollte genau hinhören: Er sagt nicht, dass Jobs sicher sind. Er sagt, dass der Umbruch langsamer kommt als gedacht. Das ist ein wichtiger Unterschied. Der Wandel findet statt — er braucht nur länger, und er sieht anders aus, als die Schlagzeilen vermuten ließen.
Was mich persönlich an dieser Geschichte interessiert: Es zeigt, dass selbst die Leute, die am nächsten an der Technologie dran sind, die gesellschaftlichen Folgen nicht vorhersagen können. Das sollte uns alle etwas demütiger machen — sowohl die Optimisten als auch die Pessimisten.
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