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85 Milliarden fuer die KI: Sogar Google muss jetzt Aktien verkaufen

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Alphabet sammelt eine Rekordsumme fuer den KI-Ausbau ein - rund 85 Milliarden Dollar, mit 10 Milliarden von Berkshire Hathaway. Was das ueber die Kapital-Intensitaet des Rennens verraet.

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Google galt immer als das Unternehmen, das Geld einfach hat. Die Suchmaschine druckt seit Jahren Gewinne, die Bilanz ist eine Festung. Und trotzdem verkauft Alphabet jetzt Aktien, um seinen KI-Ausbau zu finanzieren — eine Rekordsumme von rund 85 Milliarden Dollar.

Die Zahlen

Erst waren es 80 Milliarden, dann wurde aufgestockt: etwa 45 Milliarden sofort, weitere rund 40 Milliarden im nächsten Quartal. Mit dabei ist ein 10-Milliarden-Investment von Berkshire Hathaway — Warren Buffetts Haus, das sonst nicht für KI-Wetten bekannt ist. Das Geld soll in die Rechen-Infrastruktur fließen: Rechenzentren, Chips, die Systeme hinter Gemini. Die Investitionsausgaben für 2026 hat Google auf bis zu 190 Milliarden Dollar angehoben.

Stärke oder Schwäche?

Die Aktie steht unter Druck — vier Wochen Verluste in Folge, die längste Durststrecke seit über einem Jahr. Auf den ersten Blick wirkt eine Kapitalerhöhung in so einer Phase nervös. Auf den zweiten zeigt sie, wie kapital-intensiv das Frontier-Rennen geworden ist. Google meldet zwar Fortschritte — die Kosten pro Gemini-Antwort seien seit 2025 um 78 Prozent gesunken, AI Overviews erreiche 2,5 Milliarden Nutzer im Monat, AI Mode über eine Milliarde. Aber Reichweite und Effizienz allein reichen nicht. Man muss die Rechenleistung erst einmal bauen.

Meine Einordnung

Wenn selbst Google frisches Kapital aufnehmen muss, sagt das viel über das ganze Feld aus. Die Modelle sind das eine — die Stromrechnung, die Chips und die Hallen sind das andere. Genau hier wird das Rennen entschieden, nicht nur an den Benchmarks.

Für Anthropic ist das ein zweischneidiges Bild. Einerseits ist Google ein wichtiger Compute-Partner und Investor von Claude. Andererseits ist Gemini der direkte Gegner. Wenn Google zweistellige Milliardenbeträge in die Infrastruktur kippt, profitiert das Claude-Ökosystem mittelbar mit — und der Wettbewerb wird härter. Beides gleichzeitig. So ist das gerade.


Quellen: TechCrunch, CNBC